Montag, 27. April 2009

Kurzer wissenschaftlicher Aufenthalt in Japan

Durch diesen LINK gelangt man bei Interesse zum Erfahrungs- bzw. Arbeitsbericht meines Japan-Aufenthaltes im März 2009, den ich endlich fertig geschrieben habe.. ^^

Hier ist etwas mehr über "meine Forschung" zu erfahren. :-)

Montag, 20. April 2009

Rückkehr nach Japan (für kurze Zeit): März 2009

Von 14. März bis 1. April konnte ich nach fast genau einem Jahr (oder 13 Monaten) wieder Japan besuchen, das ein Teil meines Herzens und zu einer Zweiten Heimat geworden ist.
Es war erst mein zweiter Japan-Besuch - und dieser war für mich nicht weniger wichtig als der erste, die 1-einhalb Jahre Austauschstudium.. denn diesen Besuch empfand ich in mir als eine Art Bestätigung dafür, dass ich das Land und die Sitten wirklich mag, dass dort viele Freunde warten, und dass es dort viel zu recherchieren gibt (in einem möglichen Doktoratsstudium) - kurz gesagt, dass es diese Welt auch wirklich gibt und dass dort ein möglicher weiterer Lebensabschnitt tatsächlich für mich existieren könnte.
Auch, wenn ich in Zukunft nicht mehr längere Zeit dort studieren, arbeiten oder leben können sollte, möchte ich das Land auch in Zukunft wieder alle 2 Jahre oder so für 2-3 Wochen besuchen, habe ich mir innerlich irgendwie geschworen.
- Klingt wie ein Gesang auf das Gelobte Land, aber naja, es ist eben so.. :-)

Genauer gesagt, war ich diesmal 9 Tage in Tokyo und 9 Tage in Kansai (Kobe, Osaka und so weiter...).

Ich wollte einfach viele, viele Freunde wieder treffen (vor allem in Tokyo) und auch so viel wie möglich für meine Diplomarbeit recherchieren (- vor allem in Kobe), was beides ziemlich gut gelungen ist!
(Und die Insel Shikoku habe ich auch zum ersten Mal besucht! Für die Forschung... ^^).


































Ich hoffe, ich finde noch ein bisschen Zeit, um mehr Fotos und/oder zumindest ein bisschen mehr Text hier hochzuladen.. ^^

Nouryoku-shiken (JLPT): Test BESTANDEN !!

Die Benachrichtigung kam gegen Ende Februar - ich habe den "2-kyuu" geschafft!

240 Punkte (von 400) waren notwendig, 276 habe ich erreicht.. :-)

Warum es doch gar nicht so knapp geworden ist: beim Hörverständnis-Teil habe ich trotz eines Blackouts, als ich plötzlich eine Konversation nach der anderen nicht richtig verstanden hatte, doch noch 59 Punkte (von 100) geschafft - also soo schlecht hab ich während des Blackouts wahrscheinlich gar nicht verstanden und mich beim Ankreuzeln daher auf mein Gefühl verlassen können.. ^^

Die anderen Teile (Schriftzeichen & Vokabel sowie Lesetexte & stilistische/grammatische Wendungen) sind in etwa so ausgefallen wie erwartet..
"Level 2" habe ich gemacht. Für das Höchste, Level 1 (1-kyuu), brauche ich wahrscheinlich noch 2-3 Jahre oder mehr. Dieses Jahr bin ich so beschäftigt mit der Diplomarbeit.

Montag, 22. Dezember 2008

Dank, symbolisch

"Ich wünsche mir, dass meine Japanischkenntnisse durch die Unterweisung von K. sensei auch bis in diese Höhen steigen mögen."

Ich weiß, in der Zeile "と望んでいるんです" hab ich mich im Stil bzw. im passenden Grad der Formalität vergriffen...: "と望んでいます" müsste es besser heißen - oder, man könnte auch sagen: "・・この高さまで上がって欲しいんです。" ;-)

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Japanese Language Proficiency Test (JLPT) - 日本語能力試験 - BERLIN

Am Sonntag (7. Dezember) habe ich endlich mein erstes "Nihongo Nouryoku shiken", also DIE internationale Japanischprüfung, hinter mich gebracht! Und zwar den 2-kyuu.

Ich glaube, es ist gut gegangen
- es müsste sich ausgehen, dass ich's geschafft habe! **
(Das endgültige Ergebnis erfährt man aber erst im März nächsten Jahres).

Der 2-kyuu ist der zweithöchste von 4 Levels dieser - vielleicht fragwürdigen - aber doch international anerkannten Japanisch-Fähigkeitsprüfungen.
(Den 4-kyuu und 3-kyuu habe ich gleich ausgelassen und übersprungen, haha :-)

(Foto oben: Mit diesem Buch kann man 2 komplette Übungstests, wie sie in etwa bei der Prüfung kommen, ganz gut simulieren).

Insgesamt werden beim "2-kyuu" Kenntnisse von ca. 1.000 Kanji-Schriftzeichen (aber nur richtig lesen und erkennen, nicht selbst schreiben) und ein Wortschatz von ca. 6.000 Vokabeln vorausgesetzt.
Für die Prüfung bin ich (gemeinsam mit meiner Privatunterrichts-Lernkollegin, Daniela-san) über das Wochenende (von Graz) extra nach BERLIN geflogen, wo diese Prüfungen am Sonntag (!) in der Humboldt-Universität abgehalten wurden.
(Bei uns in Österreich finden diese Tests leider nicht statt, es gibt nur die Variante nach Budapest oder in eine von drei-vier Städten in Deutschland.)

Daniela-san und ich haben uns schon seit Monaten für diesen Test vorzubereiten begonnen, ganz intensiv dann in den letzten 1-2 Monaten - da konnte ich für mein eigentliches Geschichte-Studium kaum noch etwas tun - und noch intensiver dann natürlich in den letzten 2 Wochen... Auf der Reise nach Berlin haben wir auch noch jede freie Minute - am Flughafen, im Hotelzimmer, in der U-Bahn etc. zum Lernen genützt.. ^^
Beim Test am Sonntag ist es mir dann beim Kanji-/Vokabelteil ziemlich gut gegangen, bei den stilistischen Redewendungen ("Grammatik") blendend, beim Texte Lesen (mit einer ausgeklügelten Strategie.., weil ich es nie schaffe, alle Texte in der vorgegebenen Zeit durchzumachen) ganz angemessen - nur beim Hörverständnis ging es mir diesmal gar nicht gut, viel schlechter als bei den Übungstests an den Tagen davor. Trotzdem sollten sich so die erforderlichen 240 von 400 Punkte ausgehen - ich rechne mit ca. 260/270. (Bei den vier Übungstests waren es immer zwischen 293 und 311 gewesen).

Wer einen Blick hineinwerfen möchte, wie so eine Prüfung im Detail aussieht: hier gibt's einen Link zur offiziellen Prüfung des Jahres 2005..!

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Nach dem Test (am Sonntag-Nachmittag) blieb dann auch (bis Dienstag Mittag) noch genug Zeit, um in Berlin - es war mein allererster Deutschland-Besuch... - ein bisschen Sightseeing zu betreiben...
Das Brandenburger Tor im Weihnachtsglanz..

Der Reichstag - auf dem bis heute immer noch "Dem Deutschen Volke" zu geschrieben steht..

Das Holocaust-Mahnmal.
Mexikanisch Essen mit Daniela, am Abend nach unserer Prüfung.. Von "Kiba", einem Kirsche-Banane-Getränk, habe ich zum ersten Mal in Berlin gehört - und ich find's großartig!
Christoph aus Berlin (mit seinen 1,98 m..) hat uns nach der Prüfung ein bisschen herumgeführt.. Besonders die Ampelmänner haben's uns angetan! ^^
Christoph hat auch am selben Tag den 3-kyuu im Handumdrehen gemacht, und wir haben uns nach 10 Monaten (nach meinem Abschied in Tokyo) wieder im Lift der Humboldt-Universität wiedergesehen... :-)

Als Daniela-san den roten Ampelmann Berlins (jener aus DDR-Zeiten) zum ersten Mal sah, war sie der Ansicht, es handle sich hier um ein Kreuz.. - als Warnung, was passiert, wenn man bei Rot über die Straße geht... :-)
Die ehrwürdige Humboldt-Universität - hier (aber nicht hier im Hauptgebäude) hat die Japanisch-Prüfung stattgefunden.
Aber, ich muss sagen, das Hauptgebäude der Uni Graz ist um einiges rustikaler, barocker und beeindruckender als dieses bestens restaurierte Gebäude mit sich automatisch öffnenden Flügeltüren überall.. ;-)
Und gleich draußen vor der Tür: das Denkmal Friedrichs des Großen:"Unter den Linden" - die majestätische Straße von dort in Richtung Brandenburger Tor..
"Die Linden verbinden" - auf einem Schriftzug am anderen Ende der Beleuchtung.
In Berlin ließ sich sehr viel mehr Modernes finden (wie der völlig neu aufgebaute Potsdamer Platz mit seinem Bahnhof und dem Sony Center), weniger Altes (wie die Museumsinsel)..
Über diese Brücke über der Spree gelangt man dorthin.
Daniela und ich haben uns natürlich auch die Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße (wo die Berliner Mauer verlaufen ist) angesehen.. Dort haben wir uns auch zufällig mit einer Passantin als Zeitzeugin unterhalten..
Und anschließend sind wir zum Checkpoint Charlie gefahren... ^^
Heute inmitten der Stadt gelegen, war es lange Zeit der wichtigste Grenzübergang zwischen Ost und West.
Vielleicht das Beeindruckendste in Berlin war für mich das Mauermuseum!
Es werden dort so viele Fluchtarten über die Mauer von Ostberlin bzw. der DDR in den Westen ausgestellt und erklärt. Durch selbst gegrabene Tunnels, in Autos eingebaut und versteckt, in Einkaufswagen oder in einer Schweißmaschine versteckt, mit einem Ballon in 2.500 Meter Höhe, oder über die Ostsee in einem Paddelboot..

In den letzten Stunden vor dem Heimflug nach Graz konnte ich auch noch mit Daniel & Stefan gleich neben der Technischen Uni zum Frühstück gehen - wir haben uns erstmals nach eineinhalb Jahren wiedergesehen! - Und sie sehen noch ganz so aus wie damals in Japan.. :-)
Das Bild stammt vom Strand Jôdogahama in Iwate (Tôhoku), im November 2006.
Ich, Stefan, Laura und Daniel.

Zum Abschluss besichtigte ich noch die Gedächtniskirche (am Zoologischen Garten) und den dortigen Weihnachtsmarkt...
Curry-Wurst, DIE Delikatesse Berlins! ^^